Nichts ist von Dauer, alles ist im Fluss
Malerei von Chikako Kato

„Shogyô Mujô“, das buddhistischen Memento an die Vergäng­lichkeit, be­einflusst seit dem Mittelalter die Kultur ganz allgemein und besonders die Künste in Japan.

Seit Jahren setzt sich Chikako Kato in ihrem Kunstschaffen mit dem „Shogyô Mujô“ auf vielfältige Weise auseinander. Sie arbeitet auf  Papier, gerne auf Japanpapier, aber auch auf Leinwand, Holz oder Aluminium. Doch im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein monumentaler Paravent aus HPL Tafeln, gibt es doch für die Tafelmalerei keine fließendere, keine verän­der­lichere Grundlage als ein „Byôbu“. Mit seinen fünf beidseitig farbigen mono­chromen Tafeln lässt er sich ver­schieben, zu­sammen- und auseinanderziehen, im Raum frei bewegen. Nichts muss da von Dauer sein, alles kann im Fluss bleiben. So gibt der „Byôbu“ Chikako Katos unzäh­ligen ver­schiedenen und doch ähnlichen Objek­ten zwar keinen Halt, lässt sie sich aber ir­gendwie zu einem durch Struktur und Zufall ge­prägten Band zusammen­finden.

So lässt uns der „Byôbu“ von Chikako Kato das Wesen von „Shogyô Mujô“ ahnen.

Shogyô Mujô 諸行 無常
Alles irdische Treiben ist vergänglich

Die Frühjahrsausstellung der Galerie Contemporanea mit Malerei von Chikako Kato fand am Sonntag, den 7. Juni 2026 ihren Abschluss mit einem Konzert von Louisa Sieveke (Flöten und Fagott) und einem Gespräch zwischen Andreas Ammer, dem Vorsitzenden der Kulturstiftung Trier und Klaus Reeh. Bis auf weiteres kann die Ausstellung aber noch nach Vereinbarung besucht werden.

An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, dass die Jahresedition der Kulturaktie der Kulturstiftung

Sunbird Crying for Freedom / 自由を叫ぶ太陽鳥

von Chikako Kato geschaffen wurde

Contemporanea
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