zu Paul Magar und seinen Aquarellen
im Contemporaneum

Paul Magar war ein Maler der klassischen Moderne, der ganz „klassisch“, sein Metier auch voll umfänglich beherrschte. Deshalb lag es nahe, die Retrospektive in der Kunst-halle Trier durch eine Ausstellung von Aquarellen zu ergänzen. Denn gerade beim Aqua-rellieren zeigte sich seine Meisterschaft, gelang es ihm auch in dieser eher gestischen Technik seine farbenfrohe Leichtigkeit mit seiner geometrischer Klarheit zu verbinden und dabei Werke zu erschaffen, die durch Sinnlichkeit und Harmonie geprägt sind.

In der Ausstellung sind Aquarelle aus verschiedenen Schaffensphasen zu sehen, die belegen, dass Paul Magar über eine künstlerische Handschrift verfügte, die es ihm erlaubte, auf vielfältige Weise seine großen Themen zu gestalten: Landschaften und Städte, Technik und Menschen, Kraft und Licht, Harmonie und Schönheit.

Das Contemporaneum inmitten eines ehemaligen Steinbruchs am Moselhang bei Oberbillig ist ein Ort, an dem die Kunst mit der Natur eine symbiotische Beziehung eingeht. Auch deshalb lag es nahe, die Aquarelle von Paul Magar gerade dort zu zeigen. Ermöglicht wurde dies durch die Kooperation mit der Paul Magar und Dorothea Hölzer-Magar Stiftung und der Europäische Kunstakademie Trier  und die Unterstützung des Landkreises Trier-Saarburg im Rahmen der Kulturtage 2026.

Paul Magar:
ein deutscher Maler des 20. Jahrhunderts.

* 14. November 1909 in Altenahr; † 14. Februar 2000 in Bonn-Bad Godesberg

Kindheit in Ahrweiler, Jugend in Konz, Abitur am Friedrich-Wilhelm Gymnasium in Trier, Studium an der Werkkunstschule Trier, der Kunstgewerbeschule in Aachen und zuletzt, für einen freien und innovativen Geist wie Paul Magar nicht ohne Konflikte, an der Staat-lichen Kunstschule zu Berlin, Atelier erst in Trier, dann in Berlin, Krieg, Gefangenschaft und Neubeginn in Bad Godesberg, Förderung durch den Kreis um Hanna Bekker vom Rath, feste und erfolgreiche Größe in der Rhein­ländischen Kunstszene, ab 1954 Reisen in viele Länder Europas, des Orients, Lateinamerikas und des Fernen Osten, die neben der Kriegser­fahrung deutliche Spuren in seinem Werk hinterlassen haben.

Paul Magar richtete nicht zuletzt aufgrund seiner Kriegserfahrungen seinen künstlerischen Blick stets auf die Schönheit der Welt, auch der technischen Welt. Mit leuchtender Farbigkeit und geometrischer Klarheit hat er ein unverwechselbares und harmonisches Œuvre geschaffen.